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Rabia Sorda

http://www.rabiasorda.com
http://www.facebook.com/rabiasordaofficial
[Livedates von Rabia Sorda]
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Über jemanden wie Erk Aicrag braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte zu verlieren. Als Frontmann der mexikanischen Hardfloor-Legende Hocico hat er die dunkle Seite der Elektronik maßgeblich mitbestimmt und eine Vielzahl an Nachahmern heraufbeschworen.

Im Jahr 2006 erschien mit "Save Me From My Curse" endlich die lang erwartete Debüt-EP seines Solo-Projektes und kaum ein Debüt hat schon bei seiner ersten Ankündigung solche Wellen geschlagen.

Rabia Sorda klingt vertraut und doch ganz anders.
Hocico-Fans können beruhigt sein, wenn sie hören, dass der Meister nichts von seinem Biss und seiner rohen Energie verloren hat.

Auch auf "Save Me From My Curse" der Stimmenverzerrer gerne und oft zum Einsatz kommt, während die Beats und Sequencer es ordentlich rummsen lassen. Auch die B-Seite "A Perfect World" verbindet auf perfekte Weise Aggression mit Ohrwurmcharakter. Wo der Sound bei Hocico jedoch in klar abgesteckten Bahnen verläuft, lässt Erk bei Rabia Sorda seiner musikalischen Kreativität freien Lauf. So mischt er Ethno-Einflüsse, treibende 80er-Melodien und eine gewisse punkige Rotzigkeit unter seinen elektronischen Molotov-Cocktail. Und auch der Gesang darf die Bahnen des reinen Gekreisches verlassen.

Rabia Sorda ist ein Hardfloor-Eighties-Electro-Punk-Bastard, mit dem Erk Aicrag seinen Nachahmern zeigt, wo der Hammer hängt und sich selbst mit Lichtgeschwindigkeit in eine neue musikalische Ära katapultiert. Musik, die spannend und vielschichtig ist und gleichzeitig voll auf die Zwölf gibt. Mögen seine Epigonen sich doch ewig an den gleichen Sounds festkrallen, Rabia Sorda hat die Segel in Richtung Zukunft gehisst und schwimmt damit allem Stumpfsinn davon.

Es heißt ja immer, das zweite Album sei das Schwierigste. Auf "Noise Diary" (2009) ist von diesem Klischee rein gar nichts zu merken. Vielmehr hat das mexikanische Energiebündel Erk mit dem Zweitling ein Album aus dem Ärmel geschüttelt, welches das Debüt in allen Belangen locker toppt. Noch abwechslungsreicher, eingängiger, aber streckenweise auch weitaus aggressiver und druckvoller klingt sein Harsh-Electroclash-Cyberpunk-Hybride Anno 2009. Da bereichert der bekennende Melodie-Junkie seinen Sound in Tracks einerseits mit rau-eingängigen Elementen, um gleich danach mit den härtesten Brettern aus den Boxen zu schallen, die er jemals unter seinem Solo-Banner aufgenommen hat. Auch stimmlich entpuppt sich Erk als Tausendsassa und nimmt den Hörer mit den aggressivsten Verzerrer-Shouts jenseits von
Hocico, rotziger Punk-Attitüde und rau-herzlichen Gesangsmelodien unter sein flächendeckendes vokales Flak-Feuer. Mit einer druckvollen Produktion, satten Beats und treibenden Bässen ist auch für den nötigen Club-Kick gesorgt, aber daran hätte bei einem Produkt aus der Feder von Erk Aicrag wohl eh niemand gezweifelt.

Foto & Biographie: Mit freundlicher Genehmigung von Out Of LIne

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